Da Online-Poker sich zunehmender Beliebtheit und Bekanntheit erfreut, stellt sich auch immer häufiger die Frage nach dessen Gesetzmäßigkeit. Für jeden der gerne Poker spielt und online spielen möchte, ist es wichtig, alle rechtlichen Belange, die mit dem Spiel und seiner Online-Variante zusammenhängen, zu verstehen.
Wenn Sie in der EU leben ist die Situation etwas klarer – und freundlicher – als in den U.S.A. Allgemein kann man sagen, dass die EU ziemlich eindeutig eine Online-Wetten freundliche Haltung eingenommen hat und auch wenn einige Einzelstaaten versucht haben, die Aktivität zu reglementieren, sind Verbote im allgemeinen nicht erlaubt und verstoßen gegen EU-Recht, welches eine einheitliche Regelung in der Union gewährleisten muss. Nichtsdestoweniger haben die verschiedenen Mitgliedsstaaten unterschiedliche Haltungen und Gesetze und, je nachdem wo Sie leben, könnte es Einschränkungen geben, was die Seiten anbetrifft, die Sie verwenden dürfen. Jedenfalls kann man im großen und ganzen sagen, dass, obwohl sich die Branche und die Gesetze immer noch fortentwickeln, Online-Poker in der EU eine legales Angebot ist, welches von allen Bürgern über 18 Jahren wahrgenommen werden kann.
In den U.S.A. ist die Situation etwas anders und stellt sich als rechtliche Grauzone dar. Lange Zeit wurde versucht, Gesetze gegen Online-Wetten im allgemeinen zu machen (einschließlich Online-Poker), aber diese Versuche wurden normalerweise von den einzelnen Bundesstaaten unternommen und konzentrierten sich alle auf unterschiedliche Gesetze und Vorgehensweisen in Bezug auf Online-Wetten. Die neueste Anti-Glücksspiel Gesetzgebung in den U.S.A. und insbesondere das Gesetz gegen das Internetglücksspiel (Unlawful Internet Gambling Enforcement Act - UIGEA ) hat all dies verändert. Im Jahr 2006 hat die US-Regierung das UIGEA-Gesetz verabschiedet und hat es damit für U.S.-amerikanische Finanzinstitutionen illegal gemacht, Zahlungen und Vorgänge von Online-Wettseiten zu bearbeiten. Mit anderen Worten, obwohl es für Amerikaner nicht ausdrücklich verboten ist, online zu wetten – und noch niemand dafür verfolgt wurde – ist die Bearbeitung von Zahlungen, welche jedenfalls notwendig sind, nun verboten.
Dennoch hatten die amerikanischen Finanzinstitutionen in der Folge der Verabschiedung des Gesetzes einige Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Gesetzes und amerikanische Pokerspieler haben weiterhin – wenn auch mit mehr Schwierigkeiten – Wege gefunden, online zu spielen. Bedeutender ist unter Umständen, dass Gruppen wie die Poker Players Alliance – mit einem einflussreichen, ehemaligen US Senator als Kopf – hohen Lobbydruck ausgeübt haben, um zu erreichen, dass Online-Poker, mit dem Argument dass es kein Glücksspiel sei, sondern ein Geschicklichkeitsspiel, von den UIGEA-Vorschriften ausgenommen wird. Diese Gruppe und ihre Sache haben während des letzten Jahres sehr viel Aufmerksamkeit bekommen und sie bleiben optimistisch dahingehend, dass ihre Lobby-Bemühungen – welche immer weitere Kreise ziehen – unter Umständen entweder zu einer Aufhebung des UIGEA-Gesetzes oder zu einer Ausnahme für Online-Poker führen.
Wie bereits anfangs gesagt, ist es unabhängig von den hier genannten Informationen für alle Spieler wichtig und obligatorisch, die Gesetzmäßigkeit von Online-Poker in ihren eigenen Rechtssystemen zu prüfen, bevor sie online spielen. In der EU kann, allgemein gesprochen, Online-Poker von jedem, der die Altersauflagen erfüllt, mit Freude gespielt werden. In den U.S.A. fahren die Spieler fort online zu spielen, obwohl das UIGEA-Gesetz die Situation komplizierter und schwieriger gemacht hat und bis heute ist auch noch niemand rechtlich verfolgt worden. Die U.S.A. haben sich, trotz der zuletzt erfolgten Verabschiedung des UIGEA-Gesetzes, eher in eine wettspielfreundliche Richtung bewegt und die Entwicklungen der nächsten Jahre sollten die künftige Situation klären.
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